Wie in anderen Städten auch gibt es günstige Unterkünfte in den Hotels der ETAP- oder der Formule1-Gruppe, die für Overnight-Stayers, also meist Geschäftsleute konzipiert wurden: mit dem Auto gut zu erreichen und mit Parkmöglichkeiten. So liegt je ein Hotel beider Gruppen 10 Fuß-Minuten von der U-Bahn-Station Barking, nicht weit vom City-Airport, direkt am Autobahnring entfernt. Zwar gibts für 25 Pfund pro Nacht (F1, bei ETAP 35) kein Frühstück (+2,50), dafür ists dem Hotel egal, ob in den kleinen Zimmerchen 1, 2 oder 3 Leute übernachten - entsprechend viele Betten sind vorhanden.
In der Stadt 'steige' ich jedoch immer in einem kleinen Hotel gleich am Hyde-Park, dem SASS-House (Craven Terrace 11, Tel. 0044/171/262-2325, Fax -0889) ab. Das gegenüberliegende Elysee-Hotel (Craven Terrace 25, Tel. 0044/171/402-7633, Fax -4193) hat ähnliche Preise. Zimmer sind klein, aber sauber und zweckerfüllend, Frühstück ist inclusive, aber dürftig. Von der Victoria-Station gibts eine direkte Busverbindung zur Paddington Station (36), und die ist zur Craven-Terrace um die Ecke. Von London-Waterloo fährt man mit der Buslinie 12 bis Lancaster Gate, der nächstgelegenen Tube-Station. Wichtig: Doppelzimmer mit getrennten Betten sind Twin-Rooms; Dubble-rooms haben dagegen nur ein Doppelbett, das sich wenig von etwas größeren continentalen Einzelbetten unterscheidet.
Übrigens lohnt sich ein Blick auf LondonTown.com, dort gibts ne Menge Discount-Hotel-Preise. Dort findet man auch den äußerst sinnigen Flyer London for Backpackers, unbedingt mitnehmen!
Wenn wir das alles hinter uns haben, gehts ans Eingemachte:
Besucht statt den Pennylane-Flohmarkt oder den in der Portobello-Road den in
Camden-Town, malerisch an einem Kanal mit Schleuse und viel Verkehr gelegen, viel
Kunstgewerbe, weniger Nepp. Gerade am Wochenende, wenn sowieso wenig in der City
los ist, ein lohnenswerter Ausflug.
[Uda:] Die Straße weit genug runterlaufen, links in die Stalls einbiegen und gleich rechts vorne suuupergute chinesische Nudeln an einem kleinen Stand essen, der zweigeteilt ist - einerseits leckere chinesiches Nudelsachen, andererseits richtig schöne Crepes! [/Uda]
Eines der sehenswertesten Kaufhäuser ist Liberties, wenn ich mich richtig erinnere in der Great Marlborough Street, U Oxford Circus, die Regent Street herunter und die erste Straße links. Das Fachwerkhaus sieht nicht nur von außen toll aus, der riesige Gebäudezug hat innen etwas vom alten kolonialen Stil, Waren aus aller Herren Länder, kann ich stundenlang strohmern. Um die Ecke ist die berühmte Carnaby-Street, SOHO und China-Town.
Mindestens 1 Monat vorher sollte man seinen (kostenlosen!) Besuch im Parlament angekündigt haben, Tel. 0044/171/219-4272, Fax -5839. Gleich bei der Beantragung Anzahl der Personen, Namen und geplantes Besuchsdatum (ggf. mehrere Tage) angeben. Man wird Euch dann eine Einlaßkarte und Infos zuschicken.
Her Majesty bittet zwei Stunden in den Buckingham-Palast, wer frühzeitig sich um Tickets bemüht hat und im August oder September in London weilt. Tickets werden gegen Kreditkarte zugeschickt. Es soll auf der HP einen virtuellen Gang durch die Gemächer des Palastes geben. Frühzeitig da sein, laaaange Schlangen!
Wer Lust hat, den nehme ich auf einen Abstecher in die Nobelviertel, Mayfair, Belgrave und an den Eaton-Place, mit. Fast jeden September fahre (oder fliege) ich in die britische Hauptstadt zur Last Night of the Proms, der letzten Nacht der Promenadenkonzerte in der Royal Albert Hall, einer musikalischen Fete ganz eigener Art. Karten werden Anfang Mai für sechs Konzerte bestellt, von denen wir das letzte (Freitag) und eben die Last Night traditionell am 2. Samstag im September besuchen. Die übrigen Karten versuchen wir, über das Stadtmagazin LOOT oder bei Ebay-UK an den Mann zu bringen. Die sechs-Konzert-Regelung soll die Last Night den Freaks vorbehalten, was die Sache leider teuer macht, aber für mich ein absoluter Kindertraum ist. Zweimal habe ich ihn mir bislang erfüllt.