Wen es interessiert: ich bin am 23. August 1965 als Arne Christoph Kurt auf Norderney geboren (wir Insulaner legen wert auf das 'auf'), am Tag als die Sonne vom Sternzeichen Löwe in das der Jungfrau wechselt (bei kritischer Selbstwürdigung habe ich von beiden eine gehörtige Portion abbekommen). 4 Jahre Grundschule und 2 Jahre Orientierungsstufe auf der Insel lehrten mich Lesen, Rechnen und Schreipen. 7 Jahre ging es dann bei Sturm und Regen jeden Morgen mit der Fähre nach Norden zum Ulrichsgymnasium, wo ich mit den Leistungskursen Französisch und Chemie ein akzeptables Abitur ablegte. Im Winter nicht unbedingt eine Freude. Aber wie heißt es so schön: Was uns nicht umbringt, dient der Ausbildung...
Die weitere Entwicklung mag man meinem Lebenslauf entnehmen.

Und was steht da nicht drin?

Ich höre gerne Bach, Verdi und Vivaldi, Angelique Kidjo und Eric Clapton, Chris Rea und Mariah Carey. Mit einem Glas Chateau Neuf Du Pape kann ich einen ganzen Abend gut gemachten alten Jazz oder Bossa Nova hören. Ich würde gerne gut singen können. Wo es paßt rezitiere ich Eugen Roth oder Morgenstern. Ich spiele einigermaßen Akkordeon, im Orchester, von Klassik bis Jazz, von James Last bis Gospel. Aber viel lieber moderiere ich, kann ich besser.

Ich lese langweilige und unanständige Bücher. Z.B. Ernest Heminghways "Whom the bell tolls". Im Original. Oder Leon Uris' "Trinity" (sehr zu empfehlen) und Hornblower. Ich versuche, altenglische Videos zu verstehen, etwa Shakespeares "Much ado about nothing" (buchstäblich umwerfend: Kenneth Branagh). Nicht lachen: ich kenne fast alle Folgen vom "Raumschiff Voyager" (ein Videorecorder ist doch eine praktische Sache).

Ich liebe Frankreich: Inlineskaten quer durch 'Paris. Verliebe mich in "Trois couleurs: bleu" (und zwar nicht nur weil Juliette Binoche die Hauptrolle spielt), träume vom Bistro am Blumenmarkt morgens um 5.

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in meinem Element...
Ich habe großen Spaß daran, mit Jugendlichen Politik zu machen. Im Bundesrat hab' ich drei Jahre lang versucht, die 'Faszination Politik' einwenig überzubringen. Wer einmal versucht hat, russischen Übersiedlern den Föderalismus in 30 Minuten zu erklären, weiß wovon ich rede. Ich halte eine Menge von Didaktik und wenig von Pädagogen, die davon noch nichts gehört zu haben scheinen. Es macht mir Spaß, mein Wissen weiterzugeben, Schülern, Erwachsenen, Senioren, neue Konzepte zu entwickeln, Rollenspiel, CD, Seminar, die Faszination zu wecken. Ich arbeite gern mit Menschen.

Ich koche ganz gerne, aber nicht für mich alleine (mein Tomaten-Gemüseauflauf erfreut sich großer Beliebtheit, mein Knofiöl ist allenthalben als Geburtstagsgeschenk geschätzt). Ich esse gerne gut. Ich mag Rotwein (ein Glas reicht) und verachte Schampus. Ich kann Camembert nicht ausstehen und bringe einen ganz passablen Matjes-Stip zustande. Ich stehe auf Tomaten in allen Formen und mache meinen Joghurt selbst.
Und Kaffee kochen kann ich auch...

Ich bin kein Freund der neuen Rechtschreibung, lese die WELT und die taz (in dieser Reihenfolge), hätte gern Zeit für SPIEGEL, STERN und FOCUS,für die ZEIT und den Rheinischen Merkur. Ich kann mit dem 3. Oktober nicht viel anfangen - Feiertage sind für mich der 20. Juli und der 9. November. Ich verstehe Plattdeutsch und freue mich über den ein oder anderen gelungenen schwäbischen Slang.

Ich lasse mich zu oft breit schlagen, falle jedesmal auf die Frage: 'Würdest Du meine Diplomarbeit korrigieren?' herein (auf diese Weise weiß ich alles über den Unsinn von Bodenwertbesteuerung, Defiziten des praktischen Föderalismus, speziellen Tumormarkern bei Ratten, Nutzen von Assessment-Centern und neuen Kapitalmarktinstrumenten).

Ich fahre Fahrrad, mag keine Sportarten, bei denen es ums schneller-höher-weiter geht. Fußball kann ich nichts abgewinnen. Fallschirmspringen und Segelfliegen würde ich gerne mal ausprobieren. Hab mal im Verein getanzt, und das nicht schlecht. Ist schon lange her.

schön, nicht?
Hatte ich schon gesagt, daß ich gerne segle? Aber nicht auf mit allen möglichen Meßinstrumenten und Elektromotoren ausgestatteten Yachten (obwohl die einsamen Buchten der Kykladen, der schwedischen Schären oder der karibischen Inselwelt ihre besonderen Reize haben), sondern am liebsten in kleinen Jollen. Je weniger Technik desto besser. Den Wind in den Händen spüren, das ist es! Ein gut kalkuliertes Risiko kann dabei viel Spaß machen, Verantwortungslosigkeit ist nicht meine Sache.

Und wenn Sie mich jetzt fragen, wie ich all das unter einen Hut bringe, lautet die Antwort: es geht nicht. Zumindest nicht so, wie ich es mir wünsche.

Ich kann mich in eine Sache verbeißen, wenn sie mir Spaß macht. Geld ist mir nicht wichtig, Sinn und Inhalt sind mir wichtig. Ich brauche eine gewisse Freiheit, das Gefühl, daß das, was ich mache, 'mein Baby' ist. Ich muß mit mir zufrieden sein.

Ich schätze Teamarbeit; beim segeln etwa geht es gar nicht anders. Ich arbeite aber auch alleine, eigenverantwortlich, das geht manchmal schneller, effizienter. Teamarbeit sei die Verschwörung der Mittelmäßigkeit, sagt James Ogilvy. Mag sein. Manchmal ist Teamarbeit unabdingbar, z.B. wenn die Fähigkeiten aller Beteiligten optimal kombiniert werden müssen. Oder Fehler vermieden werden sollen (Vier-Augen-Prinzip). Aber letztlich muß einer die Verantwortung tragen. Als Schiffsführer müssen Entscheidungen gefällt werden, auch unangenehme. Wenn es schief geht, muß man zu seinen Fehlern stehen: Sags schnell, es kostet nicht den Kopf. Clausewitz.

Ich bin kein Jurist, werde niemals einer sein. Ahnung von Jura zu haben hilft, aber für mich ist Juristerei Verschwendung von Lebenszeit.

Ich glaube, irgendwann stehen wir vor Petrus Tor und er wird fragen: "Dir ward Zeit und Verstand gegeben, was hast du daraus gemacht?" Ich denke, ich werde ihm eine Antwort geben können...


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