In der Ukraine brennts! In Meckenheim stellen Ehrenamtliche Hilfskonvois zusammen. Alles erfolgt auf eigene Kosten und mit Spenden. Da möchte ich gern helfen. Diese (und auf Wunsch auch andere) Paracord-Armbänder kann man bei mir gegen 10€ Spende bekommen. Material, Arbeit, ggf. Porto und Verpackung stifte ich, die 10€ gehen also komplett nach Meckenheim und füllen da hoffentlich den ein oder anderen Treibstofftank.Machste mit?
wie bekannt hat der Vote-Manager kein email-Modul. Damit ist es beispielsweise nicht möglich, einberufene Wahlvorstände per email über anstehende Schulungstermine oder aktuelle News vor dem Wahltag zu informieren.
Wie es trotzdem weitgehend mit Bordmitteln geht möchte ich Euch hier zeigen. Benötigt werden ein Microsoft Office (Word/Excel/Outlook) und ein Pdf-Konverter (hier: Pdf-XChange Editor).
Viel Spaß damit!
"Nun," sagt der zweite und schluckt ein Stück Käsekuchen hinunter, "die Menschheit vernichtet sich ja offensichtlich selbst. Das mit dem Atomkrieg haben wir ja einigermaßen im Griff, aber wenn ich mir die aktuellen Prognosen so ansehe tun mir die kommenden Generationen echt leid."
Hier gehts weiter...
51cm lang, gute 3kg schwer und guuut entwickelte Lungen. Mutter und Kind sind wohlauf. Der Vater und Annika natürlich auch...
Allen, die uns gratuliert haben, schonmal vorab ein herzliches Danke, wir freuen uns, daß Ihr Euch mit uns über unseren kleinen Sonnenschein freut.
Draussen raucht einer auf dem Bahnsteig, aber nicht da wo er soll, schnippt die Kippe aufs Gleis. Wenig später sitzt er auch im Zug, die Schuhe auf dem Sitz, die leere Bierflasche rollt durch den Waggon, das Smartphone plärrt Volksmusik. Kein Migrationshintergrund.
Der Schaffner ist dunkler Hautfarbe, er spricht Akzent, offenbar noch nicht allzulange in Deutschland. Von einem genervten Fahrgast wird er angepampt, unverschämt. Kein Migrationshintergrund.
Die Dame vom Nebenhaus, Typ getönte Dauerwelle, führt jeden Abend ihren Fifi durch den kleinen Stadtpark, wo er munter auf die Liegewiese kackt. Kein Migrationshintergrund.
Autobahn, Baustelle, 80 km/h. Ich fahr schon 100, werde vorzugsweise von teuren Autos überholt. Vor mir leert sich die Strasse, hinter mir staut sich der Verkehr, einer steigt mir fast in den Kofferraum. Kein Migrationshintergrund.
"Putzstelle gesucht!" steht auf dem Papierchen, das bei meinem Kaufmann aushängt. Oh Wunder, eine waschechte Deutsche stellt sich vor. Sie habe aber bereits einen 450€-Job...
Der Fliesenleger überreicht mir den Kostenvoranschlag mit den Worten: "Bar natürlich 15% Rabatt." Kein Migrationshintergrund.
Links abbiegen verboten, ich steh an der Bushaltestelle und zähle die Linksabbieger. Ca. alle 30 Sekunden könnte ein Polizist hier Geld verdienen. Und drüben aus der Einbahnstrasse kommt ein Fahrrad nach dem anderen, darauf lauter Leute, die erkennbar in Deutschland geboren wurden. Es dunkelt schon. Wieviele sind ohne Licht unterwegs? Kein Migrationshintergrund.
Mist, ich bin spät dran, die Fussgängerampel zeigt rot...
Und ausgerechnet die kleinste Fraktion im Europaparlament, zu der neben der französischen Front National auch der AfD-Abgeordnete Marcus Pretzell gehört, soll nun rund eine halbe Million Euro zurückzahlen weil sie im Jahr 2016 nicht nur 234 Flaschen Champagner abgerechnet hat - darunter einige zum Preis von 81€ -, sondern auch Schlemmer-Menüs, die pro Person mehr als 400€ kosteten. Die Mitarbeiter erhielten teure Geschenke, Belege fehlen, Ausschreibungen wurden nicht gemacht. Soweit ich weiss: Auch kein Migrationshintergrund.
Mir geht das Geschafel der AFD auf die Nerven: wer sich nicht an die Regeln halte, solle raus. Uiuiui, dann gibts alsbald keine Wähler mehr in Deutschland, auch nicht für die AFD - ob das wirklich gut durchdacht ist???
Aber es gibt einiges was sich bei uns echt bewährt hat und den Preis sehr wert ist, die Tips möchte ich Euch nicht vorenhalten, lauter sinnvolle Geschenke für den nächsten Babyalarm. Hier also unsere 8 Best-of's:
50cm lang, knappe 3kg schwer und guuut entwickelte Lungen. Mutter und Kind sind wohlauf. Der Vater natürlich auch...
Allen, die uns gratuliert haben, schonmal vorab ein herzliches Danke, wir freuen uns, daß Ihr Euch mit uns über unseren kleinen Sonnenschein freut.
Da schiebt sich plötzlich eine große Wasserflasche ins Bild, und an der Flasche hängt ein ansehnlicher Bauarbeiter dran. Wortlos drückt er ihr die Buddel in die Hand und trollt sich wieder zu seiner Arbeit.
Aus einiger Entfernung haben sie uns offenbar beobachtet, "das kenn ich, diese 'Krankheit' hatte meine Frau auch schon" wird er sich gedacht haben, greift sich eine Flasche und bringt sie herüber.
Also, für mich ist er der Held des Tages. Danke. Schön, daß es Menschen gibt, die aufmerksam in die Welt schauen. Danke.
Ich hab einige prima Videos bei Youtube gefunden, die ich immer mal wieder angucke:Doch irgendwann werden wir auf die warme Fähre gelassen. In Norddeich steht noch um 14h der Zug, der eigentlich um 11 hätte gehen sollen, schnell rein und los gehts! Aber schon nach 15 Minuten ist Schluß: Eisregen hat Norddeutschland so im Griff daß die Züge den nächstmöglichen Bahnhof anlaufen sollen. Emden ist jedoch so voll, daß man uns nicht mehr aufnehmen kann. Wir stehen auf freier Strecke, nichts geht mehr. Mittlerweile sind die Oberleitungen auch so vereist, daß unsere Lok nicht weiter kommt. Endstation. Gestrandet.
An dieser Stelle muß man intensiv loben:
Wir harren der Dinge, die da vielleicht kommen werden. Es geht einfach nichts mehr in Ostfriesland. In den frühen Morgenstunden taucht tatsächlich ein Bus auf, der sich Richtung Oldenburg und später einer gen Leer durchkämpfen will. Wie es jedoch dort weiter gehen soll, bleibt unklar; so ziehen es die meisten Fahrgäste vor, im "Hotelzug" oder in der zum Schlafsaal umfunktionierten Abfertigungshalle der Reederei zu übernachten, wo das DRK Feldbetten aufgebaut hat. Einzelne Gäste bekommen sogar Hotelzimmer in Norddeich. Die Wettervorhersage ist beunruhigend: vier Tage lang soll die Wetterlage so bleiben - na toll...
Die Stimmung ist auch am Morgen noch gut, es ist halt nicht zu ändern. Die quirlige Kioskmannschaft hat Brötchen aufgebacken, niemand muß hungern, der Geruch frischen Kaffees zieht durch die Abteile. Man hat uns eine Rettungslok versprochen, die die Strecke enteisen und uns zumindest bis Emden schleppen soll. Die Arbeitgeber sind über unsere missliche Situation informiert, ich habe Strom und Internet. Und wir sitzen im Warmen, es hätte schlimmer kommen können.
Dann aber kippt die Stimmung: Die Rettunglok kommt tatsächlich - und fährt wieder vondannen! Grund: der Lokführer sei von DB Cargo und habe keinen Auftrag, einen Zug der Schwestergesellschaft DB Fernverkehr abzuschleppen. Jetzt ist sogar das übermüdete Zugteam frustriert: "Da überlegt man doch ernsthaft zu kündigen..." Bei den Fahrgästen riecht es nach Meuterei: "Wegen diesem Volltrottel sollen wir hier noch die nächsten Tage stehen??" ereifert sich bestimmt nicht nur ein Mitreisender. "Muß man erst den DB-Vorstand in Bewegung setzen bis hier was passiert?" Andere greifen zum Händi und informieren die Presseagenturen, wenig später ist unser Zug bundesweit Gesprächsthema.
Dann aber will unser unerschütterlicher Lokführer versuchen, der Rettungslok nachzufahren - vielleicht klappts ja. Und wirklich, 22 Stunden später als geplant läuft unser Hotelzug doch noch in Köln ein, wo mittlerweile die Medien auf uns warten.
Fazit: alle haben sich redlich bemüht, dem Lokführer von der DB Cargo kann man vermutlich nicht mal einen Vorwurf machen, irgendwas ist da schief gelaufen. Aber vielleicht könnte die Bahn aus diesem und ähnlichen Fällen lernen, ihre Gäste über die Dinge, die da geplant werden, zeitnah zu informieren: nichts ist so frustrierend als fehlend Information.
Bleibt noch festzuhalten, daß hier soeben ein Reise-Gutschein über 100 Euro und ein kleines Päckchen leckere Pralinen nebst einem Entschuldigungsschreiben des Vorstands eingegangen ist. Und auch wenn die Bahn Opfer höherer Gewalt wurde (dafür kann sie nunmal garnix) hat sie anstandslos die Fahrkarte erstattet - komplett.
Na, dann wollen wir der Bahn doch nochmal eine Chance geben...
PS: wir verfahren heute unseren Gutschein, Anke steigt mit mir in den Wagen, in dem wir Plätze reserviert haben. Es ist heiss draußen, kein Wunder, es ist Juli. Und genau in diesem Wagen ist - na was wohl ?? - die Klimaanlage ausgefallen. Die Bahn versemmelt aber auch jede Chance...
Das geht ganz einfach: Kalender normaler Jahre kann man innerhalb von 28 Jahre dreimal wieder aufhängen (siehe Tabelle). Am einfachsten notiert man die "Recycling-Jahre" auf der Rückseite.
Schaltjahreskalender sind alle 28 Jahre wieder aktuell; Schaltjahre sind alle Jahre, die durch 4 teilbar sind. Im kommenden Jahr 2016 kann also der Kalender von 1988 wieder aufgehängt werden, er ist 2044 wieder aktuell. Wenn auch noch die Feiertage übereinstimmen sollen, braucht man einen aus dem Jahr 1932, den man übrigens 2168 wiederverwenden kann...
Insgesamt braucht man eigentlich nur 14 Kalender, für jeden Wochentag am 1.1. einen, und sieben für die Schaltjahre - einer davon ist immer aktuell...
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Und dann natürlich die Kurzfilme von PixarLuxo jr., teilweise wolkig, knickknack, lifted und for the birds - grooooß... Habt Ihr noch Vorschläge?? |
Man kann Farben und Verschlüsse verschieden kombinieren, Knottechniken und Einsatzzweck variieren je nach Bedarf. Mittlerweile sind eine ganze Reihe netter Bänder entstanden, unter anderem auch eine "schwarze Linie" - nett, nicht wahr??
Der Verkehrsverbund hat wieder kräftig an der Preisschraube gedreht, im Schnitt um 3%. Und das bei einer Inflationsquote von unter einem Prozent und drastisch gefallenen Treibstoffpreisen. Oma-chen ist auf dem Weg zum Lebensmittelladen im Veedel pro Weg mittlerweile 1,90 Euro für bis zu 4 Haltestellen los. Und zurück nochmal natürlich!
Die neue Kooperation mit dem Aachener Verkehrsverbund bezahlen insbesondere die Bahnkunden, da auf dieser Strecke die Bahncard nun nicht mehr gilt. Die Aachener nehmens mit Humor: Statt bis Köln ein VRS-Ticket für 17 € (Zone 7) zu lösen buchen sie eins bei der Bahn ab der ersten Bahnstation hinter der Grenze via Aachen Hbf; das spart mit 25%-Bahncard immerhin 3,50€ pro Trip...
Man fragt sich, was den Verkehrsverbund treibt, seine Kunden so zu behandeln.
Wie es besser geht zeigt z.B. der Verkehrsverbund im Rhein-Main-Gebiet. Dort gilt beispielsweise eine Monatskarte vom Tag des Kaufes an bis zum gleichen Kalendertag des Folgemonats. Sie ist frei übertragbar, Abends und am Wochenende gilt sie sogar für 2 Erwachsene und beliebig viele Kinder. Auch bei Einzelfahrten zeigt sich der RMV kundenorientiert: So sind dort zwei Einzelfahrten teurer als eine Tageskarte!
Stellt sich also die Frage: Warum geht das in Frankfurt und im VRS nicht?
PS: Liebe VRS, wollt Ihr uns das nicht mal erklären?
Die Finanzkrise der letzten Jahre liegt nun gefühlt hinter uns und da lohnt es sich, sich die aktuellen Zahlen der wichtigsten Länder einmal genauer anzugucken:
Welche sind Deine Lieblingssender??
Webradio-Programme gibts wie Sand am Meer, ich nutze Screamer, Radio sure oder Tapin-Radio
Recht umfangreiche Senderlisten, gut gemacht!
Kurz darauf auf einer Bundesstraße: der LKW-Lastzug vor uns hält die Spur nicht. Fast kollidiert er mit einem entgegen kommenden Nissan, der Fahrer reißt den LKW nach rechts, der Anhänger schaukelt wie bei heftigem Wind, gerade kann er seinen Zug noch retten, fast landet der Nissan im Straßengraben. An einer freien Stelle überholen wir, nur weg hier!
Eine alltägliche Situation; jeder erlebt das, der auf der Straße unterwegs ist. Es wird nicht nur telefoniert, es werden SMS getippt, LKW-Fahrer lesen Zeitung oder sehen Fernsehen - unglaublich, aber immer wieder zu beobachten.
Den gesunden Menschenverstand haben diese Mitbürger zuhause gelassen, sie sind gemeingefährlich. Wenn sie sich nur selbst gefährden würden: nunja, das Darwinsche Ausleseprinzip erklärt manches. Aber diese Menschen gefährden uns alle: Dich, mich, als Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger. 900mal gehts gut. 90mal so gerade noch. 9mal landen Menschen im Krankenhaus. Einer auf dem Friedhof.
Wobei man kaum weiß, wen man mehr bedauern soll: die Rettungskräfte, die wieder und wieder die menschlichen Reste von der Straße kratzen müssen? Die Angehörigen, in deren Tür zwei Polizeibeamte auftauchen? Kinder, die ohne Eltern aufwachsen müssen? Querschnittsgelähmte, die ihr restliches Leben unter Schmerzen im Rollstuhl verbringen werden? Oder das Kind, das nicht älter als 9 Jahre wurde?
Mehr kontrollieren, höhere Strafen: wer am Steuer mit Händi, Zeitung, laufendem TV erwischt wird, gehört ein Jahr von der Straße, mindestens. Selbst wenn das die berufliche Existenz zerstört: Wer mit seinem Mordinstrument nicht richtig umgehen kann, hat im Verkehr nichts zu suchen, aber auch gar nichts!
Werner Herzog hat darüber einen Film gedreht: From one second to the next - sehenswert!
Die FIS hat vor Jahren wunderbare Regeln aufgestellt, die man heutzutage kaum noch im Skigebiet findet, sie liest eh keiner. Kein Wunder, die wirklich wichtigen Regeln sollten selbstverständlich sein. Und in der Annahme, daß jeder, der sich eine Liftkarte leisten kann, genügend gesunden Menschenverstand mitbringt, hat die FIS sie auch nicht aufgeschrieben. Das scheint mir aber mehr und mehr ein Trugschluß zu sein, wenn man sich das Verhalten einiger Sportsfreunde auf der Piste so anguckt. Deshalb nochmal zum Mitlesen:
Na dann: Ski heil!
Manche Sachen gabs, aber gibts eben nicht mehr. Z.B. den in signalorange als Blouson bzw. Kapuzenjacke geschnittenen Ostfriesennerz mit Bauchtasche von Rukka. Toll wäre vielleicht auch eine Gesichtsmaske, die etwa beim Skilaufen durch die Atemluft nicht nass wird, sowas praktisches halt.
Oder der schicke kuschelige Jeansoverall mit ein paar andersfarbigen Streifen. Apropos Jeans: Warum müssen Jeans einfarbig sein? Und warum gibts keine ohne Taschen? Oder warum muß Arbeitskleidung so langweilig sein?
Oft will man etwas zeitlich begrenzen, z.B. den Fernsehkonsum der Kinder, oder den Zugriff aus Schokolade, aber einfache Zeitschlösser gibts nicht?
Man könnte es vermutlich Arne's Collektion nennen...
Noch schlimmer dürfte es um die Anwendungssoftware stehen: Office läuft in der Version 2000 immer noch gut und stabil, Texte muß man immer noch selber erdenken und eintippen, auch da hats kein Killer-feature gegeben. Preisbewußte verzichten ganz auf Kaufsoftware: im Netz gibts eine ganze Reihe Anwendungen, die als Open Source und Freeware genauso gut sind, nichts kosten und alle Bedürfnisse abdecken: schreiben, rechnen, Bildbearbeitung und noch vieles mehr geht ohne MS. Sogar beim Surfen und bei Email verlieren Explorer und Outlook immer mehr Freunde.
Das wissen natürlich auch die Leute von Microsoft; wie zwingt man nun also die Nutzer, Geld 'rüberzuschieben? Indem man den eigentlich halbwegs zufriedenen Kunden den Support abschneidet: Ab April 2014 wird XP nicht mehr unterstützt. Fast ein Drittel aller PC-Nutzer (lt. Fortinet) stehen im Regen. Neu entdeckte Lücken in der Software werden ab 8.4.2014 nicht mehr geschlossen. Lücken?? Nun darf man sich natürlich fragen, wieso wir Nutzer ständig irgendwelche Updates einspielen müssen: War die gekaufte Software denn so schlecht? Löchrig? Anfällig? Hat man als Kunde eigentlich keinen Anspruch auf Lieferung eines fehlerfreien Produkts, zumindest bei zweiter oder dritter Nachbesserung? Es muß offenbar Gründe geben, weswegen sicherheitssensible Systeme nicht mit Windows-Betriebssystemen laufen - man stelle sich Flugzeuge oder Hochgeschwindigkeitszüge vor, deren Software ständig ge-updatet werden muß weil sonst ein Blue-Screen droht. Oder Atomkraftwerke.
Beim Kauf des Betriebssystems (XP immerhin bis 10/2010!) wurde man nicht gewarnt, daß es Löcher habe, im Gegenteil: man verkauft uns die Bugs als zweifelhafte Features: Jederzeit das Neueste, Updates automatisch und völlig umsonst! Was wäre wenn man den Kunden damals die Wahrheit gesagt hätte: Du kaufst da ein Produkt, mit dessen Fehlern wir Dich in kaum 5 Jahren allein lassen werden - wer kauft dann soetwas? Doch genau das erklärt Microsoft aus offenbarer Not zur Selbstverständlichkeit, und wir sollen uns daran gewöhnen, irgendwann ein neues Produkt kaufen zu müssen, damit die Fehler des Alten nicht zur Katastrophe werden - was für eine Strategie!
Es könnte eine Lizenz zum Gelddrucken sein, wenn der genervte Kunde diesen Irrsinn mitmachen würde. Aber tut er das? Natürlich kann man von niemandem zeitlich unbegrenzten Support erwarten, nicht mal von Waschmaschinen-Herstellern, aber die liefern wenigstens Produkte, die jahrelang fehlerfrei tun was sie sollen. Ich bin sehr gespannt ob es jemand wagt, Microsoft auf Schadenersatz aus Produkthaftung zu verklagen, weil beim Kauf dieser offenbar sehr fehlerhaften Produkte von Einstellung der notwendigen Nachbesserungsarbeiten keine Rede war. Ich war Käufer, kein Beta-Tester. Ich fürchte aber, es wird sich niemand mit den Typen anlegen wollen, schade eigentlich.
Muß man auch nicht. Denn selbst an die "Core-Kompetenz" legen freie Programmierer die Axt: Linux hat sich zu einem stabilen und einfach zu benutzenden Betriebssystem entwickelt, das auch bei der Anwendungssoftware mittlerweile keine Wünsche offen läßt. Und: s' kost nix.
Oder man begreift den Microsoftschen Erpressungsversuch als Aufforderung, bei dieser Gelegenheit auf aktuelle Hardware umzusteigen. Und kauft sich einen angebissenen Apfel. Die Aktienkurse sprechen Bände...
Pünktlich um 18 Uhr stellen die drei großen Demoskopie-Institute bei ARD, ZDF und RTL Ihre Prognosen vor. Die lagen dieses mal recht gut im Rennen (und das gilt auch für Piraten und AfD). Die wirklich wichtige Frage wurde von der FGWahlen mit 4,5% richtig und von Infratest dimap mit 4,7% ziemlich exakt beantwortet. Lediglich Forsa sah die Partei mit 5% auf der Kippe, über die sie schließlich mit 4,8% gekippt ist.In Hessen lag die ARD bei der Prognose deutlich besser im Rennen als das ZDF: Zwar sahen beide die FDP zunächst 'draußen, aber die FGWahlen mit 4,5% doch recht aussichtslos, nun sind die Liberalen doch noch knapp reingekommen. Bei den großen Parteien lag die FGWahlen mit 2,2 bzw. 1,8 Prozentpunkten über dem Endergebnis, bei den Grünen mit 1,6 deutlich drunter. Die Prognose für die Linken und die AfD war wie bei der von Infratest dimap recht gut.
Alle haben zuletzt die FDP 'drin' gesehen, die FGWahlen und Allensbach bei 5,5%, Insa und Forsa sogar bei 6%. Keiner hat sich getraut, die FDP draußen zu sehen, was vielleicht ein wichtiges Signal an mögliche Leihwähler gewesen wäre.
Die CDU wurde folgerichtig durchweg zu knapp prognostiziert, das Lager stimmte also überwiegend. Die SPD lag bei allen über dem Endergebnis, Forsa und Emnid lagen ziemlich genau.
Forsa und Infratest dimap sahen die Grünen bei immerhin 10%, zum Schluß waren es miese 8,4%.
Piraten und AfD wurden ziemlich exakt getroffen, nur Infratest dimap sah die AfD 10 Tage vor der Wahl bei armen 2,5 statt 4,8%.

Fazit: Die wirklich wichtige Frage, ob es die FDP schafft, wurde von allen Instituten falsch beantwortet, da hilft auch der Verweis auf die mathematische Unschärfe bei kleinen Parteien nicht weiter. Inwieweit diese Falschprognose mögliche Leihwähler im Lager der scharz-gelben Koalition abgehalten und so die Fortsetzung der bestehenden Koalition verhindert hat, wird man nie ganz klären; wahrscheinlich ist es aber.
Ich frage mich aber warum niemand die wirklich wichtigen Fragen gestellt hat. Zum Beispiel
Diese Fragen sollte man keineswegs nur der bestehenden Regierung stellen; auch der derzeitige Kandidat hob sowohl an Schröders wie auch an Merkels Tafel seine Hand. Und hat nicht selten über den Bundesrat mitregiert, in dem die CDU/FDP keine Mehrheit hat.
Übrigens: Mir persönlich graut vor der nächsten Wahl: Frau Merkel tritt erneut an und bei der SPD versucht es ein Bundespolitiker, der bislang noch nicht Spitzenkandidat war. Oder noch schlimmer: Eine. Brrrrrr....
Und wenn ein Kranker sich ausdrücklich auf genau diese Suche begeben möchte? Und gar nicht beraten werden möchte? Zum Beispiel weil er bereits von seinem Arzt ausreichend beraten worden ist (was bei rezeptpflichtigen Mitteln die Regel sein dürfte)? Oder auf lange lange Zeit das selbe Medikament einnehmen muß, also gar kein Beratungsbedarf besteht?
Kranke werden gezwungen, überall den gleichen Preis zu bezahlen - was ist eigentlich aus unserer Freiheit geworden? Aus Preisbildung über Konkurrenz? Im Interesse der Apothekerlobby werden Zustände aus dem vergangenen Jahrhundert zementiert. Auf Kosten der Kassenpatienten, die oft beachtliche Beträge als Zuzahlung hinlegen müssen. Mit so schlechten "Argumenten", daß es einem wirklich graust. Das Problem sind nicht die Internet-Apotheken. Das Problem sind 4 und mehr Apotheken auf 100m Fußgängerzone, und alle klagen: Klappern gehört zum Geschäft. Die Apotheker haben es geschafft, sich ein Biotop zu schaffen, ein Apo-Schutzgebiet, wie es sonst nur noch die Buchläden kennen. Auf wessen Kosten? Eben.
Fragt doch mal die Patienten, ob sie am Boniverbot überhaupt ein Interesse haben - gebt sie endlich frei, im Interesse unseres Geldbeutels.
Und dann eine Situation, an diesem Wochenende mehrfach beobachtet:
Uns fährt ein baugleiches Boot vor den Bug, es wäre ausweichpflichtig, aber entweder kennen die da drüben die Regeln nicht oder der Druck auf die Pinne ist zu groß um abfallen zu können. Kein Wunder, sie fahren ungerefft, das Groß weit gefiert, einen dicken Bauch im Vorliek, nur mit Mühe kann der Rudergänger den Kurs halten, die Crew in T-Shirts, keine Rettungswesten.
Was geht in solchen Leuten vor? Geht in diesen Leuten überhaupt etwas vor? Wenn die reinfallen brauchts ne ganze Zeit bis Hilfe da ist. Jedes Jahr kommen Leute um, weil sie verantwortungslos, grob fahrlässig oder einfach nur dumm handeln. Wassersport ist eine "gefahrgeneigte Tätigkeit", man trifft Vorkehrungen, man lernt in einer Segelschule wo die Gefahren sind und wie man ihnen begegnet, ihnen möglichst ausweicht, man refft, besorgt Rettungswesten, verteilt Notrufnummern, lässt Erfahrene ans Ruder und irgendwann beschließt man: es wird zu heftig, wir fahren unter Land.
Sehen diese Hohlköpfe die Gefahr nicht? Ist unser Leben so sicher, mit gutem Material und notfalls Versicherung, dass die Kraft der Natur gar nicht mehr zur Kenntnis genommen wird? Ist der "Beinahe-Tod", das Wandeln an der Kante zum Abgrund, das letzte große Abenteuer unserer Zeit? Ist das wirklich cool? Und wenn es dann Tote gibt: Tja, Pech gehabt? Oder ist es einfach nur das einfache darwinsche Prinzip: Suvival of the fittest, selbst schuld?
Es ist vielmehr das Johan-Friso-Prinzip: Lawinenwarnung? Ach, was solls, wird schon nichts passieren. Manchmal hat man das Gefühl, daß Menschen zunehmend ihre Umgebung wie ein Videospiel wahrnehmen: wenn man drei bis vier "Leben" verspielt hat startet man eben eine neue Runde.
Nur - so ist die Realität nicht. Denn da heißt es final: Game over...
Wir haben den Test auf der Müritz gemacht. Die Einweisung gestaltete sich so: "Da ist die Fernbedienung für den Fernseher, die Satellitenantenne verstellt man so, den Kühlschrank kann man dort anknipsen, das Boot fährt los wenn Sie den Schlüssel drehen und den Hebel nach vorne legen, alles ganz einfach, haben Sie noch Fragen? Dann gute Fahrt..."
Kaum mehr Unfälle? Kein Wunder, durch die Fenderunsitte sind die Boote der Leute ohne jede Kenntnisse ausreichend gekennzeichnet, man weicht ihnen auf dem Wasser weiträumig aus. Doch dafür sind Vorfahrtsregeln nicht gemacht. Segler, die sich auf die Ausweichpflicht der Chartermotorboote verlassen, berichten immer wieder von gefährlichen Situationen und wilden Manövern des letzten Augenblicks, denn die ratlosen Kunden der Wassersportindustrie kennen oft nur eine Regel:
Ich bin groß und Du bist klein - geh da weg, ich will da rein...
Hier also nochmal die wichtigsten AUSWEICH-Regeln:
Oder mit anderen Worten:
Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen...
Wenn man sich aber umhört, sind alle dagegen: Der DGzRS, DSV, DMYV, VDS, die Berufsschiffer, die Wasserschutzpolizei, alle die Sachkenntnis haben sagen: Leute ohne irgendwelche Kenntnisse auf Binnen- und Seewasserstraßen zu lassen ist gefährlich. Lesenswert.
Und wer ist dafür? Die Vermieter. Und "Der ADAC begrüßt ausdrücklich die jetzige Entwicklung. Der Einstieg in den Wassersport wird durch die neue Führerscheinfreiheit bis 15 PS deutlich leichter und attraktiver. Für den Club ist es dabei von großer Bedeutung, dass bei der Erleichterung des Einstiegs in den Wassersport, die Sicherheit auf dem Wasser weiterhin oberste Priorität besitzt."
Oder auch typisch: offenes Anglerboot auf Ostsee bei 5Bft Wassereinbruch und sinkt - nur durch Zufall entdeckt. Sonst tot.
Oder: "Viel zu tun hatten die Seenotretter der DGzRS am verlängerten Wochenende vom 27.4.-1.5.2012. Bei 40 Einsätzen in Nord- und Ostsee wurden insgesamt 109 Personen aus Gefahrensituationen befreit. Der weitaus größte Anteil der Einsätze konzentrierte sich mit 32 Alarmierungen auf die Ostseereviere. Überwiegend mussten die Seenotretter Freizeitskippern zu Hilfe kommen, die mit ihren Booten durch Navigationsschwierigkeiten oder Motorschäden in Gefahr geraten waren."
Aber auf den Bodensee darf man nicht ohne extra Führerschein, ist ja gefährlich! Nur wenn man 24Euro für ein Urlaubspatent bezahlt, verspricht der See, 4 zusammenhängende Wochen im Jahr nicht gefährlich zu sein...
Das verstehe wer kann...
Bislang mußte man bei der theoretischen Prüfung Namen und Verwendungsweise der wichtigsten Knoten nennen können, sinnvollerweise hat man diese Fragen jetzt gestrichen, man muß sie in der praktischen Prüfung ebenso beherrschen wie die wichtigsten Schallsignale.
Dafür wird jetzt gefragt, was die Östereichische Nationalflagge allgemein, im Bereich eines Wehrs und an einer Brückendurchfahrt bedeutet (27, 116, 244) - nunja, geschenkt...
Der seit 15.11.2011 veröffentlichte Fragenkatalog wirft jedoch selbst eine Menge Fragen auf...
Verschiedene Orte sind dagegen noch ohne Namen - wer die Geschichten dazu kennt und dabei war, ist vorschlagsberechtigt...
PS: Nur zur Erinnerung: Derzeit fließt effektiv ne Menge deutsches Geld, obwohl man uns erzählt hat, man stehe eben nicht für die Schulden der anderen ein. Dazu übernimmt Deutschland einen Großteil der Ausfallgarantien. Sollte es zu einer Staatspleite kommen, werden die angeschlagenen Länder wohl kaum in der Lage sein, ihren Anteil an den fällig werdenden Garantien zu bezahlen, den übernehmen dann ebenfalls die Staaten, die am Markt noch weitere Schulden aufnehmen können, also wir.
Übrigens: Dieses Geld dient derzeit nur dazu, die betroffenen Staaten und damit den € als solches zu retten - von Sparen zwecks Zurückfahren der Schulden reden wir noch gar nicht...
Ich hätte nicht gedacht, daß jemand "vom Fach" so einen Unsinn verzapfen kann! Und das in aller Fernsehöffentlichkeit auch tut.
Spielen wir die Szenarien doch mal durch: Jedes Jahr wären Josef also 2 Prozent Zinsen gutgeschrieben worden, von denen er nach deutschem Steuerrecht so durchschnittlich 25 Prozent Steuern zahlen müsste. Rechnen wir noch eine moderate Inflationsrate von 1,5 Prozent aufs Kapital dazu, dann hielte der gute Josef nach einem, hundert oder eben auch zweitausend Jahren den Gegenwert von eben einem € in der Hand. Sollte die Bank zwischendurch Pleite gegangen sein, einige Weltwirtschaftsrezessionen den Wert des Geldes vernichtet haben oder gar durch Krieg in Judäa die Volksbank völlig unvorhersehbarermaßen ausgeplündert worden sein, dann stände Josef heute ohne irgendeinen Cent da - nada, niente, nix! Mal ganz davon abgesehen, daß Josef 2000 Jahre lang von seinem € ganz und gar nichts gehabt hätte, außer dem guten Gefühl, seinen Ururur(...)enkeln im Jahr 2011 etwas Geld vermachen zu können...
Also gut, lassen wir die Inflation, die Steuer und meinetwegen auch die Unwägbarkeiten des Lebens (Krieg, Pleiten) mal weg und lassen unseren Kapitalisten tatsächlich mal 2 Prozent verdienen. Mit 20 eröffnet er also ein Sparbuch bei der krisenfesten judäischen Voba, als er mit 75 stirbt hat sich das Kapital tatsächlich verdreifacht (ja, doch soviel...). Er selbst hat von seinem € allerdings nichts gehabt, die Enkel freuts auch nur recht beschränkt, denn bis zum Jahr 2011 darf das Kapital ja nicht angegriffen werden. Allerdings hätte der Ausbeutereuro in der Zwischenzeit eine Menge Leute satt gemacht: er hätte nämlich "gearbeitet": Unternehmer leihen sich das Geld, um damit Geschäfte zu betreiben, diese sind Voraussetzung für Arbeitsplätze, also Einkommen von vielen Menschen, die darauf angewiesen sind. Ohne das Kreditgeschäft würde keine Wirtschaft funktionieren, nirgendwo. Selbst der Luxus, den erfolgreiche Unternehmer sich gönnen können, schafft Arbeit, schafft Einkommen: ganze Industrien leben ausschließlich davon, eben diesen Luxus zu produzieren. Von den gezahlten Steuern baut die Gesellschaft Straßen, beschäftigt Lehrer und zahlt Hartz IV. So gesehen wäre Josefs "Investition" sicherlich ein gottgefälliges, ein sehr soziales Werk!
Aber wie wir ja von Mr. Dax (der von eben genau diesen bösen Spekulanten sein Brot nimmt) lernen: das ist alles böse. Unser treuer Josef legt also seinen € für schlechte Zeiten unters Kopfkissen. Ein gutes Gefühl, kein Kapitalist zu sein, nicht wahr? Etwa 80 Generationen später finden seine Erben voller Freude den nicht ausgegebenen und moralisch sauberen € (oder das was wertmäßig nach aller zweitausendjährigen Inflation noch davon übrig geblieben ist). Den finden sie aber nur, wenn das Haus zwischenzeitlich nicht abgebrannt und Josef samt Erben nicht beklaut worden ist.
Einen € finden sie, etwas angestaubt, aber immerhin: ein Euro.
Nun sage mir, Börsenmakler, welchen Josefseuro wünschen wir uns sinnvollerweise: den, der unter dem Kopfkissen verschimmelt oder den, der arbeitet, Ertrag bringt, Menschen ernährt?
Vielleicht hilft es, sich einwenig mit den simplen Fakten zu befassen. Anfang 2000 haussierte der DAX, um binnen 3 Jahren im Gefolge der Anschläge in New York auf ein Drittel abzustürzen. 4 Jahre brauchte es, den Markt auf die alte Höhe Anfang 2007 zu tragen, Ende des Jahres brach der Wert innerhalb von 14 Monaten auf die Hälfte ein. Im Sommer 2013 notiert die Börse wieder Höchstkurse.
Wer Anfang 1998 "den deutschen Markt" kaufte, das war so mittig im Aufschwung, hat in 15 Jahren sein Kapital verdoppelt (Rendite: 6,5% pro Jahr!). Selbst wer beispielweise im Frühjahr 2000 zu Höchstkursen gekauft hat und bis heute Geduld hatte, hat aktuell (September 2013) ein rundes Prozentpünktchen pro Jahr Gewinn gemacht, wer günstige Einstiegskurse zum Nachkaufen nutzte entsprechend mehr.
Kapitalanlagen darf man nicht an ihren Höchstständen, sondern an ihren durchschnittlichen Einstiegskursen messen. Und die kann man mit regelmäßigen Nachkäufen, insbesondere bei niedrigen Kursen massiv drücken. Und manchmal muß man sich auch von seinen Aktien trennen - wers nicht tut, sollte sich nicht als Opfer gerieren: Bei Gewinnen jenseits jeden festverzinslichen Wertpapiers ist das lächerlich.
Paul de Leeuw - Ik heb je lief
Tony - Mädchen mit roten Haaren
Simon Park Orchestra - Eye Level - Titelmelodie "Van der Valk"
Aaron Copeland - Fanfare for the common man
Also sprach Zarathustra, eigentlich R. Strauss, hier von Eumir Deodato
Mein derzeitiger Favorit ist aber La Traviata aus dem Hauptbahnhof in Zürich, während des laufenden Betriebs vom Schweizer Fernsehen in Szene gesetzt - wow!
Und dann gibts offenbar Leute, die aus nervigen Nokia-Klingeltönen Fugen komponieren, oder eben Walzer, ein wunderbarer Spass...
"Du kennst ihn doch" antwortet mir schulterzuckend Sandra, der ich das unsportliche Verhalten des Nauvopfos klage. Ich halte nichts davon, im Gegenzug seine Ablegemanöver zu kommentieren, ihn auf außenbordsschwimmende Leinen lautstark aufmerksam zu machen ("Beißen sie?") wie er es tut oder mich über einige andere seiner Unkollegialitäten aufzuregen - solche Nickeligkeiten gehören nicht in eine Schulung. Mir reichts zu wissen, daß wir von Nautischen VollPfosten kein kollegiales Verhalten zu erwarten haben...
17 ist die magische Zahl, darauf ist die der 'Geschenkberechtigten' bei mir mittlerweile angewachsen (von den Weihnachtskarten-schreibberechtigten gar nicht zu reden). Alle wollen mir was schenken. Und natürlich will keiner von mir was geschenkt haben. Daß mich dieses Ungleichgewicht aus der seelischen Verfassung bringt, dafür hat aber niemand Verständnis. Wie Du mir so ich Dir.
Und so irre ich also durch die Straßen der Stadt auf der Suche nach phantasievollen, nützlichen und überraschenden Dingen, ‚kleine' Aufmerksamkeiten, über die die 17 Beschenkten hoffentlich in weihnachtliche Extase geraten.
Dabei habt Ihr doch alles. Was Ihr braucht kauft Ihr, und genauso ists bei mir. CDs und Kochutensilien sind angeblich phantasielos, Pralinen gibt's Weihnachten kiloweise, Bücher verstauben im Regal.
Versteht denn niemand, daß dieser wie-Du-mir-so-ich-Dir-Geschenkstress alles andere als weihnachtlich, sondern ziemlich belastend ist? Ist es denn so schwierig zu verstehen, dass ich mir ganz andere Dinge von Euch wünsche, über die ich mich wirklich und echt freue, das ganze Jahr über, und die es eben nicht für Geld zu kaufen gibt?
Immerhin, meine Schwester stellt es pragmatisch an. Sie fragt, was ich mir denn wünsche. Auf meine Antwort "Deine Freundschaft!" zieht sie grinsend ein Gesicht und retourniert so vorhersehbar wie unerschütterlich: "Nun mal ehrlich: was kannst du brauchen?" Was soll ich da sagen? Soll ich mir von ihr eine Altersversorgung wünschen? Oder wenigstens ein Auto? Einen Skiurlaub? Eine größere Wohnung? Zahnkronen?
Ich fürchte, im Januar werd ich neue Unterhosen selbst kaufen müssen. Falls mir Weihnachten noch etwas Geld dafür lässt...
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So eine Regelung kann jeder verstehen, ist gerecht, effizient und reizt dazu an, eigenes Geld zu verdienen. Die FDP propagiert sowas als Bürgergeld.
Wollen, können wir uns das wirklich leisten??
Vogelgrippe und Rinderwahnsinn, Norovirus und antibiotika-resistente Viren (MRSA), Malaria und AIDS, Marburg- und Ebola, einer schlimmer als der andere. Die moderne Pest des 21. Jahrhunderts.
Erdöl, Erdgas und Kohle lassen die Polkappen schmelzen, der Treibhauseffekt verursacht gravierende Klimaveränderungen, fällt gar der Golfstrom aus wirds bitterkalt in Europa. Das Erdöl, auf dem sich wesentlich unser Wohlstand gründet, geht dem Ende zu. Von Überbevölkerung und Armutsflüchtlingen, weltweitem religiös-fundamentalem Terror und Atombombenproblematik gar nicht näher zu reden.
Das Erdmagnetfeld wird zusehends schwächer, die Ozonschicht dünner, der nächste Sonnenpartikelsturm könnte die weltweite Stromversorgung dauerhaft lahmlegen. Und zudem erwarten wir 2029 Apophis, ein Asteroid, von dem uns die immer ehrliche Nasa versichert, daß er die Erde nach derzeitigem Wissensstand mit weniger als einem Zehntel des Mondabstands (!) verfehlen und der Untergang unserer Zivilisation wohl ausfallen wird (was soll sie auch anderes sagen?).
Mir scheint: Die Antwort ist nein...
Nicht weit entfernt liegt der Petersberg, oben drauf ein abgeschiedenes Hotel der besseren Sorte, und ausgerechnet dort moderiert Ragna eine Umweltsendung anläßlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an Al Gore, eingeladen u.a. Ex-Umweltminister Töpfer. Oh weih, der Welt gehts soooo schlecht. Und nun fragt man sich: Wieviele Leute saßen wohl in Yogeshwars oder Töpfers Auto, das sie zum Ende der Straße transportiert hat? Warum muß Phoenix einen abgelegenen Ort für eine Umweltdiskussion nehmen, zu dem das eingeladene Publikum, rund 200 Köpfe, jedenfalls nicht mit ÖPNV anreisen kann?
Ragna tritt bei Kerner, bei Beckmann auf - nein, er läßt sich nicht aus Köln zuschalten, er reist hin! Wie ist er da wohl hingekommen?
Bei hart aber fair aus Köln gings auch um die Umwelt - wen haben die da eingeladen? Den Förster aus Falkenau, Christian Wolff. Der philosophiert heftig und aus voller Brust über richtiges und falsches umweltgerechtes Verhalten. Und wo kommt der her? Vom Chiemsee. Geflogen, was sonst?!
Schöne Vorbilder seid Ihr. Unserer Welt solls schlecht gehen? Solange Ihr Euch kein bißchen erkennbar einschränkt kanns unserer Welt nicht so schlecht gehen. Warum sollte Otto-Normalverbraucher sein Verhalten ändern, wenn die medialen Vorbilder es erkennbar nicht nötig zu haben glauben?
Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe mit Ranga persönlich kein Problem, im Gegenteil, ich bewundere ihn ein Stück weit, aber mir geht es ums Prinzip: Wer Wasser predigt, aber offenbar Wein trinkt, muß zumindest erklären, warum es unbedingt Wein sein muß. Sonst ändert sich gar nichts.
Rufe laut aus "Skandal!!" und laufe nach Osten, laufe bis Dein GPS, eingestellt auf das heute gebräuchliche Vermessungssystem WGS84, Dir den Nullten Längengrad anzeigt, und Du wirst feststellen, Du befindest Dich am unscheinbaren Kreuzungspunkt zweier Wege auf einer großen Wiese, ca. 100m östlich des Ortes, wo man den Unwissenden erzählt, hier sei der Nullmeridian zu finden. Und ist dieser Nullmeridian wenigstens vernünftig markiert? Natürlich nicht, das würde ja das schöne Geschäft am Teleskop zunichte machen. Zwei Mülleimer hat man dort passenderweise aufgestellt, und Bilder von diesem Skandal gibts im ganzen Internet nicht zu finden.
So sind Norbert und Christian Grützner diesertage hingefahren, um diesem Mißstand ein Ende zu bereiten. Sie haben dokumentiert was nicht zu Leugnen ist: Der aktuelle Nullmeridian geht gar nicht durch das Teleskop, sondern über eine profane Wiese.
Und nun kommt die Preisfrage: Warum ist das so??
Keine Anwärter auf diesen Preis sind etwa die 11 Bergsteiger, deren 'Kampf mit der Gefahr' tatsächlich letal endete, alles Profis wie man hört, die vom zweithöchsten Berg der Erde (deshalb heißt er K2) neulich nicht zurückkehrten. Wie eine ganze Reihe von Schicksalsgenossen vor- und wie zu befürchten ist wohl auch nach ihnen begaben sie sich sehenden Auges in die Gefahr, erlebten den 'Thrill', die Grauzone zwischen Leben und Tod, die sie letztlich ersteres kostete und letzteres beschied. Ich finds gut, daß man ihnen keine Bergungsteams mehr hinterherschickt, wenn ihr Nichtleben anzunehmen und die Bergung neue Gefahren für die Helfer bedeuten würde. Ich stelle mir vor, wie zukünftige Steiger auf dem Weg zum Gipfel des Mount Everest, der Eiger Nordwand oder eben des K2 an einer ganzen Schar erfrorener Gestalten vorbeiziehen; das scheint mir Strafe genug.
Auch ablehnen mußte ich die Frau, die 'eben noch schnell die Straßenbahn erreichen' wollte und dafür bei rot die Fußgängerampel zu überqueren gedachte. Dabei erwischte sie ein Reisebus frontal und sie fand sich wenig später schwerverletzt auf der Intensivstation eines Bonner Krankenhauses wieder - selbst schuld. Sie gefährdete keine Dritten und kam daher für meinen Preis ebensowenig in Betracht wie für den berüchtigten Darwin-Award, der an nicht mehr unter uns Lebenden Weilende vergeben wird.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen, wenn ich in der Zeitung von Diskounfällen lese und im Fernsehen Autowracks gezeigt werden, die sich um Alleebäume herumwickelten. Das Risiko alkoholbedingten und zu schnellen Fahrens dürfte mittlerweile allüberall bekannt sein, auch bei Besuchern einschlägiger Diskotheken. Mein Mitleid beschränkt sich auf die Feuerwehrleute, die die menschlichen Einzelteile von der Straße abkratzen müssen. Und gilt besonders der Familie, die des nächtens plötzlich mit so einem alkoholisierten Geisterfahrer konfrontiert wurde: Frontalaufprall, 4 Tote abgesehen vom Unfallverursacher.
Ein Anwärter für meinen Preis war dagegen der Motorradfahrer, der mit 180 Sachen durch ein Dorf auf der Flucht vor der Polizei bretterte, um einem drohenden Fahrverbot wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zu entgehen. Sein Wahnsinnsritt endete - hoffentlich schmerzhaft - in einer Linkskurve, und leider nicht tödlich.
Einen Satz heiße Ohren verdiente sich auch der vielleicht 18 Jahre alte Testosteronträger, dessen Kenterung ich vor einigen Jahren auf dem eiskalten Wasser eines Binnensees Anfang Mai beobachten mußte. Der Typ hatte keine Ahnung vom Segeln (wofür soll man es auch in einer Segelschule lernen?), trotz böigem 6er Wind reiste er ungerefft in den Abgrund. Seine offenbar schwer beeindruckte Freundin trug ebensowenig wie er eine Rettungsweste, ihre vielleicht 6 Jahre alte Schwester, die Sandra und ich aus dem eiskalten Wasser zogen, konnte nicht schwimmen...
Nennenswert ist die Jugendgruppe, die diesertage 'bei Niedrigwasser' ins ostfriesische Watt wanderte und zu spät bemerkte, daß sich die Rinnen hinter ihnen zusehends füllten. Bis zum Hals im Wasser stehend und sich an einer Fahrwassertonne festhaltend konnte ein Rettungsboot sie schließlich aus der Gefahr bergen. Da sie sich lediglich selbst in Gefahr gebracht hatten, sind sie ebensowenig Anwärter auf den Satz-heisse-Ohren-Preis wie die Ausdauersportler, die diesertage zur Zugspätze joggden. Sie starteten bei bereits nur 15 Grad Außentemperatur im Tal; zuviele landeten mit schweren Unterkühlungen im Krankenhaus, es gab Tote.
Im vergangenen Jahr kostete ein ähnliches Unterfangen eine 60jährige das Leben, sie war daher ungeeignet, meinen Preis entgegen zu nehmen. Aber auch der beschriebene Vater ist mit seinen fürchterlichen Abschürfungen genug gestraft. Preisträger diesen Jahres sind daher die Idioten, die an eben diesem Strandabschnitt sich abends in die Brandung werfen. Trotz roter Flaggen, trotz aufgestellter Warntafeln. Glauben die Leute wirklich, sie wären in einem Videospiel, das man einfach ausschalten kann wenns einem nicht mehr gefällt? Daß man drei oder vier 'Leben' hat? Und wenn die nicht reichen das Spiel einfach nochmal von vorne spielen kann?
Game over. Kein Mitleid.
Es war einmal eine metallverarbeitende Firma im Dunstkreis Hamburgs, die nicht glauben wollte, daß es für die Jugend, die von den Schulen ausgespuckt wird, keine Chancen geben sollte. Sie lobte in der lokalen Presse Ausbildungplätze für Haupt- und Realschüler aus und solche, die keinen Schulabschluß geschafft hatten. Sie veranstaltete in den umliegenden Kreisstädten Informationsabende, zu denen gut 1000 Interessierte kamen, und machte den Jugendlichen das Angebot eines Ausbildungplatzes nach Absolvierung eines allgemeinen Tests; Schulzeugnisse sollten keinen Einfluß auf die Einstellungsentscheidung haben. Wer den Test auf Anhieb nicht schaffte, bekam auf Wunsch ein halbes Jahr Unterricht in den Basisfähigkeiten und dann eine zweite Testchance zugesagt, allerdings bis dahin ohne Azubi-Gehalt, dafür mit freier Verpflegung und Übernahme eventuell anfallender Fahrtkosten.
In der Folgezeit gingen gut 400 Bewerbungen bei der Firma ein, alle Bewerber wurden zum Einstellungstest geladen, knapp 300 erschienen auch dazu. Die Teilnehmer mußten einen Text lesen und anschließend vergleichsweise einfache Verständnisfragen dazu mündlich beantworten. Sie sollten aus einem Reisebericht vorlesen, ein Foto schriftlich beschreiben und bekamen einen Text aus einem Schulbuch der siebenten Klasse diktiert. Eine Konzentrationsaufgabe und einige Kopfrechenaufgaben in den Grundrechenarten dürften die 'schwierigsten' Testteile gewesen sein. Abschließend mußten die Anwärter bei einem 1000m-Lauf die Mindestzeit für Senioren jenseits der 80 Jahre beim Sportabzeichen (8 Minuten) erfüllen.
Nach drei Jahren Ausbildungszeit meldeten sich 16 zur Abschlußprüfung an, fast alle bestanden und wurden übernommen, darunter alle vier Nachzügler...
Wenn sich ein Weg als falsch erweist, warum geht man dann nicht auf ihm zurück? Warum streicht die Regierung die 5%-Klausel nicht? Man müßte zugeben, daß man sich geirrt hat, das fällt jedem Politiker schwer, aber wollen wir uns, können wir uns solche Arroganz gegenüber den Fakten wirklich leisten?
Biosprit ist alles andere als umweltfreundlich. So muß in seine Produktion bis zu 80% fossile Energie gesteckt werden. Das in Ostasien produzierte Palmöl muß nicht nur um die halbe Welt geschippert werden, für die Produktion werden wertvolle Regenwälder z.B. in Malaysia und Brasilien nutzlos abgefackelt; von der Vernichtung des Lebensraums von Mensch und Tier und der dadurch verursachten CO2-Belastung gar nicht zu reden. Bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln wird Lachgas (N2O) erzeugt, ein 300% gefährlicherer Ozonkiller wie CO2. Auf den dafür genutzten Flächen bzw. die darauf erzeugten Nahrungspflanzen stehen nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung, der Preis für Nahrungsmittel wird weltweit in die Höhe getrieben.
Um es deutlich zu sagen: Ökosprit ist genausowenig eine sinnvolle Alternative zu Erdöl wie Uran eine für Kohle und Gas ist: Alle genannten Energieträger machen abhängig, sind knapp und teuer und produzieren allesamt mehr Umweltschäden als wir uns leisten können.
Dabei sind wir doch eigentlich auf einem guten Weg: Diesertage wies unser allseits geschätzter Bundesfinanzminister darauf hin, daß er trotz gestiegenem Energiepreis weniger aus der Energiebesteuerung einnehme als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Mit anderen Worten: Es wird weniger Energie verbraucht. Offenbar hat der Spritpreis ein Niveau erreicht, bei dem auch eingefleischte Brötchen-hol-autofahrer ans Nachdenken kommen. Aber immer noch sitzen nur in jedem vierten Auto mehr als eine Person. Da ist noch viel an Effizienz herauszuholen, allerdings müssen wir alle uns dafür bewegen, unser Verhalten ändern. Man darf gespannt sein, ob ein Spritpreis jenseits der 2 € zu vermehrten sinnvollen Alternativen führen wird. Erste Interviews an Tankstellen lassen jedoch befürchten, daß es genügend Gründe dagegen gibt solange er nicht mindestens die 3-Euro-Marke überschritten hat...
Allerdings wirft das irische Nein doch ein paar Fragen auf: Wie steht es mit der Zustimmung der übrigen Völker? Würde sich etwa eine Mehrheit der Deutschen für ein Europa der 27 Partikularstaaten, für eine unübersichtliche Bürokratie, für einen Verfassungsvertrag aussprechen, der den nationalen Parlamenten wenig mehr als ein Recht auf Abnicken Brüsseler Entscheidungen ließe? Sollen unsere Politiker ernsthaft ein Europa stricken, dem die Bürger mehr als skeptisch gegenüber stehen, dem die demokratische Legitimation fehlt?
Man traut sich ja kaum, in der Nachbarschaft herumzufragen, wer zufällig einen Vertragstext sein eigen nennt, wenigstens eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte besitzt, gar Auskunft geben kann, was in diesem Kovolut an Neuerungen für uns Europäer wichtig ist; die bundesdeutsche Regierung hat es kaum für nötig befunden, für den letztlich schmählich durchgefallenen Verfassungsentwurf oder gar den als Plan B gedachten Lissabon-Vertrag bei den eigenen Bürgern zu werben - warum auch?!
Es mag Gründe dafür geben, alle Staaten diesseits des Urals aufzunehmen, aber dies plausibel zu erklären hat sich kein EU-Politiker bislang die Mühe gemacht. Und wenn wir schon vom Ural sprechen, was ist mit Rußland? Was ist mit den Mittelmeeranrainern? Kann man es den EU-Bürgern verdenken, daß sie von Jahr zu Jahr mißtrauischer gegenüber ihren gewählten Volksvertretern werden, die sie in eine europapolitisches Abenteuer nach dem anderen stürzen, ohne eben diese Europäer davon zu überzeugen, daß dies sinnvoll ist. Wo soll das enden?
Es hat offenbar nicht gereicht, daß der Verfassungsentwurf in einigen durchaus europafreundlichen Kernländern durchgefallen ist, man hat nicht daraus gelernt, daß Erklärungs- und Begeisterungsbedarf besteht. Stattdessen hat man sich der Illusion hingegeben, man könne an Europa weiterstricken ohne eben den Souverän, die eigenen Bürger mitzunehmen. Nun ist der Katzenjammer groß, doch statt nun endlich die Europäer zu begeistern (was Mühe und viel Geld kosten würde), befragt man die Juristen, wie man sich um die Hürden des irischen Neins herumdrücken kann - was für ein Demokratieverständnis! Kein Wunder, daß Polen, die Tschechei und nun wohl auch Österreich die Notbremse ziehen. Ein Haus, das auf solch brüchigem Fundament steht, wird wohl kaum lange Obdach gewähren. Der europäische Einigungsprozess muß grundlegend überdacht werden; schade, daß dafür erst ein Nein in einem der kleinsten Mitgliedsstaaten erforderlich war.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Darf man denn Kriminalität zum Thema machen ohne der Unseriösität und Tendentialität geziehen zu werden? Koch fordert schärfere Gesetze, was alle Insider ablehnen mit dem Argument, daß die Höhe der Strafe für die Straftäter, egal ob Ausländer oder Jugendliche (oder beides), bei der Begehung der Straftat keine Rolle spielt. Umgekehrt rufen Kochs Gegner reflexartig nach mehr Integration ohne zu sagen, wie sie die konkret erreichen wollen. Mit anderen Worten: Die Debatte geht offenbar gar nicht um die Sache.
Fünf Defizite prägen die Tätergruppen: Reden, lesen, schreiben, rechnen und Konsequenz. Es ist eine Schande, daß nach mindestens 9 Jahren Schule unser 'modernes' Bildungssystem keine ausreichende Sprachkenntnisse zu vermitteln in der Lage ist, daß Texte gestammelt statt flüssig gelesen geschweige denn verstanden werden, daß die Kids Egoshooter perfekt beherrschen, nicht aber eine fehlerfreie email geschweige denn einen Brief aufsetzen können und schließlich bei der schriftlichen Addition von 2,60 und 2,80 € Beträge unter 5 € heraus bekommen. Und daß sie offenbar völlig verwundert sind, wenn sie für etwas bestraft werden, was 10 Monate zurück liegt, daß ihr Handeln überhaupt Konsequenzen für sie hat, wenn man ihrer habhaft wird.
Wollte man sich um die Ursachen der Kriminalität kümmern, muß man Geld in die Hand nehmen, es müssen Stellen in Schule und Justiz geschaffen werden. Ginge es um die Sache, müßte Koch mehr Richter, Statsanwälte, Polizisten, Lehrer fordern - alles Ländersache, nichts könnte ihn als Ministerpräsidenten eigentlich daran hindern, außer daß er seine Forderungen nicht finanzieren kann und womöglich bei der nächsten Wahl beim Wort genommen werden würde. Umgekehrt sind die sozialdemokratisch regierten Länder nicht dafür bekannt, genau an diesen Baustellen viel Geld zu investieren.
So bleibt der schale Eindruck, daß hier von beiden Seiten mit einem ernsthaften Thema Schindluder getrieben wird; Kriminalität wird man so eher kaum bekämpfen, dafür Politikfrust erzeugen - ist es das wert?
Nun sollte man doch denken, die Fernsehpersönlichkeiten, allen voran die Geehrten, würden mit gutem Vorbild vorangehen, damit jeder sieht: Es geschieht etwas. Aber ist das so?
Natürlich nicht, es gibt genug Ausreden, warum niemand bei sich selbst anfängt. Da wird z.B. zur Feier der Preisträger ein riesiges Konzert veranstaltet, eine Fete mit Alicia Keys, Annie Lennox, Kyllie Minogue, Melissa Etheridge, Earth, Wind & Fire, KT Tunstall, nicht zu vergessen Juanes aus Kolumbien und Junoon aus Pakistan, moderiert von Uma Thurman und Kevin Spacey - alles bekannte Norweger, nicht wahr? Hat man keinen Moderator gefunden, der nicht per Flieger anreisen mußte, keine heimischen Musikgruppen? Man mag ja gar nicht ausrechnen, wievielen Kindern man in der Dritten Welt für die Kosten der Fete eine Mahlzeit hätte spenden, medizinische Versorgung angedeihen, eine Schulbildung finanzieren, das Überleben gewährleisten können, wieviel CO2 sich allein bei der effizienten Ausrichtung dieser Veranstaltung hätte einsparen lassen, wäre es den Veranstaltern wichtig gewesen - wie glaubwürdig sind alle Brandreden, wenn die Protagonisten Wasser predigen und Wein trinken?
Es liegt offenbar ein grundlegendes Mißverständnis vor: Das Thema Umwelt ist für die Menschen der westlichen Welt durchaus präsent, aber die VIPs haben es nicht nötig, sich entsprechend zu verhalten. Al, Du hättest ein Zeichen setzen können, Du hättest diesen Unsinn demonstrativ absagen sollen, das wär unangenehm gewesen, aber die Leute würden merken, daß Du meinst was Du sagst. So bleibt nicht nur von dieser Veranstaltung ein schaler Geschmack.
Schöne Vorbilder seid ihr!
Nicht immer lohnt es sich, die Regeln unserer Nachbarn zu übernehmen, aber Frankreich und England hat der Mindestlohn offenbar nicht geschadet. In Deutschland aber wird internes Lohndumping betrieben, zu Lasten derjenigen, für die keine Gewerkschaft kämpft, denen Tarifautonomie und Prinzipienreiterei nicht hilft. Bei aller gebotenen Zurückhaltung des Staates, sich nicht in die Angelegenheiten der Tarifvertragsparteien einzumischen, hat er eben dort, wo sie nicht funktioniert, die Verpflichtung, schützend einzuschreiten. Ich denke, die Zeit dafür ist reif.
Nicht daß mich die Sucht nach dem eigenen Tode quält, beileibe nicht, aber mich stört, daß wer seinem Leben ein Ende setzen will, sich vor Züge werfen, die Pulsadern der Länge nach aufschneiden, am Seil aufknüpfen oder von der Brücke springen muß. Nicht nur daß das alles andere als würdevoll für diejenigen ist, die damit unfreiwillig zu tun bekommen (Zugführer, Polizisten, Notärzte usw.) - nur gewaltsam ihr Selbstbestimmungsrecht wahrnehmen zu können ist würdelos für Menschen, die nichts anderes wollen als ihr vermeindliches Recht in Anspruch zu nehmen, zu tun was sie eben tun wollen. Sich selbst zu bestimmen. Eben einen würdevollen, selbstbestimmten und vor allem humanen, friedlichen, gewaltfreien Tod zu sterben. Und zwar wann und wie sie es wollen.
In unserer Demokratie, so heißt es, kann jeder tun was er will, solange er die Rechte Dritter nicht verletzt. Nur fürs Sterben gilt das nicht. Ich finde es würdelos, daß dem angeblich so selbstverantwortlichen Bürger dieses Recht genommen wird. Und ich finds absurd, daß die Befürworter dieser Regelung ausgerechnet von der Würde des Menschen faseln; eben jenes Menschen, dem sie einfach so bestreiten, einen wesentlichen Bestandteil seiner menschlichen Würde, das Selbstbestimmungsrecht, wahrzunehmen.
Eine Gesellschaft, die die Selbstverwirklichung des Individuums über die faktischen Notwendigkeiten stellt (z.B. den Generationenvertrag), sägt den Ast ab auf dem sie sitzt. Das öffentlich zu propagieren ist nicht politisch korrekt. Unbequeme Wahrheiten hält die 'tolerante' Gesellschaft diesseits der Jahrtausendwende immer noch nicht aus. Kein Wunder, sie heißen unbequem, weil sie unbequem sind, und wer will das schon?! Nichtsdestoweniger sind es Wahrheiten. Nur öffentlich aussprechen ist nicht opportun, nicht wahr, Frau Herrmann?!
Als Dank luden uns die Retter immer zu einer ‚Fahrt in See' ein, wir kauerten auf dem Vorschiff und Käptn Rass liess es im Riffgatt so richtig schaukeln, hui, war uns danach schlecht! Aber nur solange bis wir wieder festen Boden unter die Füße bekamen. Nee, für uns war ‚der Job' nix. Wer einmal von Land aus einen Kreuzer im Sturm hat auslaufen sehen, weiß, wo das gesammelte Geld geblieben ist: Es ist mehr als gut angelegt. Ich bin selbst Segler und es ist ein sehr sehr gutes Gefühl zu wissen, wenn wirklich mal etwas schief gehen sollte: die kommen! Ich finde, daß die, die sich freiwillig in den Hexenkessel eines Nordseeorkans begeben, weil Menschen "dor buten" in Not sind, die sollten wenigstens das Beste Material haben das es für Geld zu kaufen gibt.
Und noch etwas: Es funktioniert! Ganz ohne Zuschüsse vom Staat. Nur weil sich die Menschen an der Küste ihrer Verantwortung bewusst sind. Zivilcourage, Bürgersinn, wie immer man das nennen will: da ist Arbeit - hol fast!
Euch bedient man mit Filmen, in die ein Mann freiwillig nie gehen würde (es sei denn, er hat etwas bei der Frau gutzumachen). Wenn wir Männer uns in Titanic oder Chocolat wiederfinden, uns versehentlich umgucken und unser Blick dabei auf unsere Sitznachbarin fällt, dann sehen wir verwundert ein Blinken, ein Funkeln in euren Augen, und während ihr euch fasziniert in unsere Arme kuschelt stellen wir mit Verwunderung fest, daß euch keineswegs die technische Umsetzung des Untergangs fasziniert oder die Kälte des smaragdgrünen Seewassers frösteln läßt, sondern daß ihr die Looser, die Individualisten, die Nichtshaber dieser Welt begehrt. Auf der Straße würdet ihr euch weder nach Leonardo oder Johnny noch nach Jack Dawson oder Roux umdrehen - im Film dagegen sind die, die nicht mehr als einen Zeichenblock oder ein Schiffswrack ihr eigen nennen, die Helden, die ihr vergöttert.
Wenn euch im richtigen Leben einer begegnet, der auf Konventionen pfeift, Kinder zum Lachen bringt, dem Geld nicht wichtig ist, der offenbar nichts als seine gute Laune hat und dem egal ist, was andere von ihm denken, darauf fahrt ihr ab, klar. Solange bis ihr ihn im Bett und in Sicherheit vor den anderen Hyänen der weiblichen Welt habt. Man kann sich als Mann gar nicht so schnell auf die Zunge beissen als daß uns entfahren ist 'Ich liebe dich', denn genau das ist der Zeitpunkt, an denen ihr Frauen auf Individualismus, Nonkonformität, Phantasie usw. pfeifft. Dann macht ihr aus uns was ihr wirkllich wollt: Eigenheimbesitzer, Karrieristen, Apfelbäumchenpflanzer, Krawattenträger, Lebensversicherungs- & Bausparvertragssparer und vorzeigbare Väter. Nicht Juliet Binoche zieht zu Johnny aufs Boot, sondern er kommt brav am Ende des Films dahin, was fortan sein Zuhause sein soll - und die Welt ist für euch in Ordnung, so muß es sein, wie schön.
Ihr begehrt und liebt uns solange wir Ecken und Kanten haben. Sobald ihr glaubt, ihr dürftet ungestraft daran schmirgeln, langt ihr zur Feile bis ihr uns schön rund habt. Und dann, dann sind wir uninteressant für euch: Alltag, Langeweile, Gewöhnung. Ihr seid nichts besser als wir, nur traut sich niemand, das passende Pendant zu Walter Kollos Chanson zu schreiben: Die Frauen sind alle Heuchler... Respektive -innen. Ist doch so!
Schonmal was von Plattentektonik gehört? Das ist die Theorie, die beschreibt, wie die Kontinente auf der Erdoberfläche herumschwimmen, an einer Bruchzone aus dem Boden wachsen und woanders wieder versinken. Alles Unsinn? Ein sehr einleuchtende Theorie geht von der Erdexpansion aus, und Neil Adams hat dazu ein paar spannende Filme gebastelt.
Einsteins Relativitätstheorie postuliert, daß nichts schneller als das Licht sein darf. Ein paar spannende Versuche scheinen das Gegenteil zu beweisen: kann man mit dem Tunneleffekt zumindest Informationen schneller als das Licht übertragen?
Kann man Gravitation beeinflussen? Vielleicht gibt es sie doch, die AntiGravitation, Eugen Podkletnov behauptet zumindest sowas (zu John Schnurers Experiment).
Die Welt wird wärmer, das ist unstrittig, aber im Moment ist sie nicht wärmer als in vielen Warmzeiten vor uns. Und in der Atmosphäre steigt der CO2-Gehalt auf kaum gekannte Größen. Aber ist diese CO2-Zunahme wirklich menschengemacht? Und ist es wirklich der Treibhauseffekt, der zu der Erderwärmung führt oder zeichnet da eher die Aktivität der Sonne für verantwortlich? Handelt es sich bei der ganzen Klimapanik möglicherweise um einen großangelegten Schwindel? Fragen über Fragen - und ein paar Antworten...
Schonmal was von Kalter Fusion gehört? Könnte auch mal interessant werden...
Oder ist gar die alljährliche Auseinandersetzung mit der Polizei die Absicht? Dann stellt sich mir die Frage: Wofür sind diese Leute denn eigentlich?
Ich verstehs einfach nicht...
Interssant sein Buch Einkommen für alle, das die Idee des Bürgergeldes aufgreift - und: finanzierbar sei es auch. Nur ein Traum?